Ausbildung von Segelkunstflug im BWLV

 

Grundsätzlich:

 

Die Ausbildung im Segelkunstflug kann auf zwei Arten erfolgen:

 

  1. Innerhalb der Vereinsausbildung
  2. Innerhalb von geschlossenen BWLV Lehrgängen

 

Zu 1

 

Für die Vereinsausbildung sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

 

  1. Ausgebildeter Segelkunstfluglehrer, der gleichzeitig die Funktion des Ausbildungsleiters  Segelkunstflug übernimmt
  2. Für Segelkunstflug ( im Sinne des Prüfungsprogramms) zugelassenes Flugzeug
  3. Einverständnis des Vorstandes und / oder Platzhalters
  4. Ausbildungsgenehmigung des BWLV (Änderung der Vereinsausbildungs-genehmigung mit Zusatz Segelkunstflug)
  5. Für den Flugbetrieb ist die Genehmigung der untersten Luftaufsichtsbehörde (Reg. Präs.) zum Kunstflug über Flugplätzen erforderlich
  6. Kunstflug im kontrollierten Luftraum bedarf einer Luftverkehrsfreigabe der DFS, sowie die Abgabe eines Flugplans.
  7. Schülermeldung an das zuständige Reg. Präs.

 

Zu 2

 

Für geschlossene BWLV Lehrgänge gilt:

 

  1. Anmeldung beim BWLV
  2. Genehmigung des Vorstandes und / oder Platzhalters
  3. Benennung eines geeigneten Lehrgangsleiters
  4. Benennung von ausgebildeten Segelkunstfluglehrern und / oder in Ausbildung stehenden Segelkunstfluglehrerassistenten (Richtlinie pro 5 Schüler ein Lehrer)
  5. Vorschlag Prüfungsrat
  6. Flugleitung
  7. Schlepppiloten und Schleppflugzeuge
  8. Segelkunstflugzeuge, sinnvoll 2x zugelassene Doppelsitzer (z.B..ASK 21, DG 500/1000 oder ähnliche und 1x MDM 1 Fox)
  9. Sicherstellung der Abrechnung

 

Die Genehmigungen des Reg. Präs., der DFS und die Einrichtung einer militärischen Schutzzone übernimmt der BWLV.

Terminabsprache ist mit dem BWLV und dem Förderverein für Segelkunstflug erforderlich

(Militärische Manöver, Flugzeugvergabe, ggf. Lehrgangsleiter und Fluglehrer)

 

 

Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben, die an den BWLV zu überweisen ist. Diese Teilnahmegebühr steht dem Lehrgangsleiter zur Abrechnung in Form von Reisekosten zur Verfügung (Kilometergeld Flugzeugtransport, Tagegeld Fluglehrer, Campinggebühr etc.)

 

Erfahrungsgemäß mind. 10 Teilnehmer (Rentabilität), jedoch nicht mehr als 15 sinnvoll, da man bei Schlechtwetter sonst sehr schnell an die Grenzen kommt.

 

 

Bei jeder Ausbildung ist grundsätzlich zu beachten:

 

Fliegerische Vorausbildung:

 

Mind. 50 Stunden Segelflug nach Scheinerhalt (Gesetz), sinnvoll sind jedoch 150 - 200 Stunden, da besonders ältere Bewerber mit wenig Flugerfahrung nach dem Kunstflug in Standardsituationen (Platzrunde, Landung) unkonzentriert sind.

 

Gültige F-Schleppberechtigung, mit entsprechender Erfahrung (ein Schlepp auf 1200 Meter bei entsprechender Thermik ist kein Zuckerschlecken).

 

Ggf: Check durch Fliegerarzt.

 

Ausbildung:

 

Theoretische Einweisung der Segelkunstflugschüler in die Flugzeugmuster (Flug- und Betriebshandbuch), Einweisung in die Platzgegebenheiten, rechtliche Vorschriften, Notverfahren, Kunstflugfiguren, Programm.

 

Praktische Ausbildung im Doppelsitzer mit Trudel- und Rückenflugeinweisung, sowie der Standardfiguren. Übungsflüge ein- und doppelsitzig (Führen des Ausbildungsnachweises)

Einsitzige Flüge nur unter Aufsicht eines Kunstfluglehrers und mit Funkkontakt. Innerhalb der Kunstflugausbildung müssen mind. 5 Stunden auf kunstflugtauglichen Flugzeugen geflogen werden, sonst wird die Prüfung abgelehnt.

 

Das Reg. Präs. wird eine zusätzliche Prüfungsgebühr verlangen.

 

Links

 

Ø      Formulare und Checkliste für die Vereinsausbildung

Ø      Voraussetzungen für die Ausübung der Kunstfluglehrberechtigung im BWLV