1      Übersicht

 

Der BWLV führt jährlich einen Lehrgang zum Erwerb der Lehrberechtigung als Segelfluglehrer durch.

 

Zeitlicher Ablauf:

1. Anmeldeschluss: 31. Mai eines jeden Jahres

2. Vorausbildung im Verein bis 30. September

3. Praktische Auswahlprüfung: spätestens 30. September vorzugsweise beim zuständigen Bezirksausbildungsleiter

4. Theoretischer Vorausbildungslehrgang: 9 Tage im Oktober auf dem Hornberg

5. Theoretische Auswahlprüfung: 1-2 Wochen nach dem theoretischen Vorausbildungslehrgang

6. Fluglehrerausbildungslehrgang: 2 Wochen ca. ende April anfang Mai des folgenden Jahres mit anschliessender theoretischer und praktischer Prüfung

7. Ausbildung unter Aufsicht: Nach Zulassung durch die Luftfahrtbehörde

8. Erteilung der entgültigen Ausbildungserlaubnis nach erfolgreicher Ausbildungstätigkeit unter Aufsicht

 

 

2     Bedingungen für die Ausbildung zum Segelfluglehrer

 

2.1   Flugerfahrung

 

Flugstunden:

150 nach Erteilung der Lizenz auf Segelflugzeugen   

Starts:

250 nach Erteilung der Lizenz auf Segelflugzeugen  

Streckenflug:

200 km auf Segelflugzeug

Startart:

Windenstart und F-Schlepp

Zustimmung des Vereinsvorstandes!

2.2   Anmeldeschluss

 

Anmeldeschluss ist der 31. Mai jeden Jahres.

Die erforderlichen Formulare und Informationen sind am Ende dieser Seite zusammengestellt!

3      Auswahl und Vorausbildung im Verein, praktische Auswahlprüfung:

3.1   Voraussetzungen der Segelfluglehreranwärter:

Gute fliegerische Begabung

fundiertes theoretisches Fachwissen

Gute Auffassungsgabe

Verantwortungsbewusst

Leistungsbereitschaft und Einsatzwillen

Zuverlässig, kontaktfähig und kameradschaftlich

Gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit

Langfristige Verfügbarkeit als Segelfluglehrer

 

 

3.2   Lehrproben

Der Anwärter ist an der theoretischen Ausbildung im Verein zu beteiligen und hat mindestens 2 Lehrproben unter Anleitung und Anwesenheit eines Fluglehrers  vorzubereiten und durchzuführen. Verantwortlich für diesen Ausbildungsabschnitt ist der Vereinsausbildungsleiter. Die Flüge und die   Lehrproben sind vor Beginn der Zentralen Vorausbildung zur  „Theoretischen Auswahlprüfung“  nachzuweisen.

 

3.3   Praktische Vorausbildung u. praktische Auswahlprüfung

Der Anwärter hat mindestens 20 Flüge in den verschiedenen Startarten auf dem Lehrersitz in Begleitung eines Fluglehrers nachzuweisen. Hierbei sind keine methodisch pädagogischen Flüge durchzuführen, sondern der Anwärter soll Sicherheit beim Fliegen der Übungen in allen Ausbildungsabschnitten gewinnen. Nach Abschluss der praktischen Vorausbildung ist bis spätestens 30. September die praktische Auswahlprüfung beim zuständigen Bezirksausbildungsleiter (BAL) abzulegen.

 

4     Zentrale Vorausbildung für die theoretische Auswahlprüfung im Landesverband

4.1   Theoretische Ausbildung

Es findet ein Theorie-Lehrgang auf dem Hornberg statt zur Vorbereitung auf die Auswahlprüfung und zur Vertiefung des Wissens in den folgenden Fächern:

Ø Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherungsvorschriften,  einschließlich  Rechtsvorschriften des   beweglichen Flugfunkdienstes und die Durchführung des Sprechfunkverkehrs bei Flügen nach   Sichtflugregeln,

Ø Navigation

Ø Meteorologie

Ø Aerodynamik

Ø allgemeine Flugzeugkenntnisse, Technik,

Ø Verhalten in besonderen Fällen,

Ø menschliches Leistungsvermögen.

4.2   Theoretische Auswahlprüfung

Der Bewerber hat in der Theoretischen Auswahlprüfung Kenntnisse in den Sachgebieten gem. den Prüfungsfächern nach 4.1 nachzuweisen.

Die Theoretische Auswahlprüfung ist eine schriftliche Prüfung in den Fächern nach 4.1 und kann, nach Ermessen der zuständigen Stelle, an einem oder mehreren Tagen abgelegt werden. Ein Prüfungsfach gilt als bestanden, wenn der Bewerber in diesem Fach mindestens 75% der möglichen Punktzahl erreicht hat. Eine mündliche Prüfung entfällt.

Der Zeitpunkt der theoretischen Auswahlprüfung liegt in der Regel 1 – 2 Wochen nach der Theorieausbildung.

 

 

5     Ausbildungslehrgang und Prüfung:

5.1   Termin und Ablauf

Termin ist Anfang Mai.

Es erfolgt eine theoretische und praktische Ausbildung.

 

5.2   Praktische Ausbildung und Prüfung

 

Die praktische Ausbildung hat nach den Richtlinien des Bundesministers für Verkehr eine Segelflugausbildung in zusammengefasster Form zu simulieren. Die Ausbildungsflüge müssen in ihrer Reihenfolge und Inhalten daher der  „Methodik der Segelflugausbildung“ des DAeC entsprechen.

Die praktische Flugprüfung besteht aus mindestens drei Flügen, davon ist mindestens einer in der Startart Schleppstart hinter Luftfahrzeugen und einer im Windenstart durchzuführen. Sie wird am Lehrgangsende durchgeführt.

5.3   Lehrprobe

Der Nachweis der Lehrbefähigung ist durch die Ausarbeitung und Durchführung   einer Lehrprobe von mindestens einer Unterrichtseinheit zu    erbringen. Sie wird in der zweiten Woche des praktischen Ausbildungslehrgangs durchgeführt. Die Anwärter erhalten hierbei eine Anleitung selbständig Unterrichtseinheiten zu erarbeiten und vorzutragen.

 

5.4   Theoretische Ausbildung und Prüfung

Nach den mit der Theoretischen Auswahlprüfung nachgewiesenen Kenntnissen in den Sachgebieten nach 4.1 hat der Bewerber im praktischen Ausbildungslehrgang vor allem Kenntnisse in den folgenden Stoffgebieten  zu erwerben.   

 

Ø Pädagogik in der Flugausbildung,

 

Ø Methodik in der Flugausbildung,

 

Das  Ziel dieser theoretischen Ausbildung ist die Kenntnis und Anwendung der pädagogischen und psychologischen Aspekte in der Flugausbildung, sowie die methodische Umsetzung, wie sie für die praktische Tätigkeit als Segelfluglehrer notwendig ist.

Die theoretische Prüfung ist eine schriftliche Prüfung in den oben genannten  Fächern und kann, nach Ermessen der zuständigen Stelle,   an einem oder mehreren Tagen abgelegt werden. Die Bearbeitungszeit für jedes Fach darf  maximal 1:30 Std. betragen.

 

6     Ausbildungstätigkeit unter Aufsicht

 

6.1   Ausbildungstätigkeit

Das Bestehen der praktischen Prüfung berechtigt den Bewerber zu einer Tätigkeit als Fluglehrer unter der Aufsicht eines von der zuständigen Luftfahrtbehörde dafür anerkannten erfahrenen Fluglehrers mit Ausnahme von

 

Ø Der Zustimmung des zweiten Fluglehrers zum ersten Alleinflug

 

Ø Der Durchführung von Übungsflügen mit Fluglehrer zur Verlängerung einer Berechtigung

6.2   Praktische Erfahrung im Ausbildungsbetrieb

In dieser Phase gewinnt der Anwärter erstmalig praktische Erfahrung mit Flugschülern. Die Aufsichtsführung durch einen Fluglehrer muss daher gewährleistet sein. Es ist vom Vereinsausbildungsleiter sicherzustellen, dass ein Anwärter Gelegenheit zur Ausbildung in allen 3 Ausbildungsabschnitten erhält. Siehe Formular „Ausbildungsnachweis“ und Formular „Ausbildungstätigkeit unter Aufsicht“.

Die Einschränkung der Aufsichtspflicht kann auf Antrag des beauftragten Fluglehrers aufgehoben werden, wenn der Bewerber mindestens einen Flugschüler in jedem Ausbildungsabschnitt ausgebildet hat oder mindestens 60 eigene Ausbildungsstarts und 10 Ausbildungsflugstunden in allen Ausbildungsabschnitten ohne Berücksichtigung der Tätigkeit bei der Beaufsichtigung von Alleinflügen und Alleinüberlandflügen durchgeführt hat.

 

7     Auszug aus der LuftPersV

 

 

§ 89 (LuftPersV)

 Berechtigung zur praktischen Ausbildung von Segelflugzeugführern

 

(1) Fachliche Voraussetzungen für den Erwerb der Berechtigung, Segelflugzeugführer praktisch auszubilden, sind

 

1. die Lizenz für Segelflugzeugführer,

2. eine praktische Tätigkeit als Segelflugzeugführer,

3.  eine Auswahlprüfung vor einem von der zuständigen Stelle beauftragten Prüfer vor Beginn der Ausbildung nach Nummer 4,

4.  die Teilnahme an einem amtlich anerkannten Ausbildungslehrgang; der Ausbildungslehrgang muss einen zusammenhängenden Abschnitt von mindestens zwei Wochen Dauer enthalten und innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein, und

5.  eine an den Ausbildungslehrgang anschließende Ausbildungstätigkeit unter der Aufsicht eines hierfür anerkannten Fluglehrers.

 

(2) Die praktische Tätigkeit nach Absatz 1 Nr. 2 muss vor Beginn des Lehrgangs nach Absatz 1 Nr. 4 eine Flugzeit von 100 Stunden und 200 Starts sowie einen Streckenflug von 200 Kilometer als verantwortlicher Segelflugzeugführer nach Erteilung der Lizenz umfassen.

 

(3) Der Bewerber hat in einer praktischen und theoretischen Prüfung nachzuweisen, dass er nach seinem praktischen Können und seinem fachlichen Wissen die an einen Fluglehrer zur Ausbildung von Segelflugzeugführern zu stellenden Anforderungen erfüllt.

 

 

8     Formulare, Materialien und Links

 

Ø Antrag für Anmeldung zur Segelfluglehrerausbildung

Ø Nachweis der Flüge im Rahmen der praktischen Vorausbildung

Ø Nachweis der praktischen Auswahlprüfung

Ø Richtlinien des DAeC zur Ausbildung von Segelfluglehrern

Ø Ausbildung unter Aufsicht

Ø Downloads vom DAeC

Ø Zeitplan für den aktuellen bzw. nächsten Kurs

Ø Home

 

                                                                                                  Peter Mühlhölzer

Fachausbildungsleiter Segelflug